Home Page Image

 

In der modernen schnelllebigen Architektur nach westlichen und amerikanischen Vorbildern finden die klimatischen Besonderheiten des Ortes auf Grund von planerischem und gestalterischem Desinteresse keine Beachtung bei der Errichtung neuer Bauten. Gerade in den Zonen des heiß-trockenen Klimas führt dies zu einem sehr hohen energetischen Aufwand, um ein behagliches Raumklima zu erreichen. Dies wird in den meisten Fällen nur mit energieintensiven technischen Mitteln, unter Verwendung fossiler Energieträger, ausgeführt. Durch fehlende klimagerechte Umsetzung entstehen über die gesamte Lebensdauer der Gebäude deshalb deutlich höhere Betriebskosten. Die bei der Erstellung gesparten Kosten werden bei weitem überschritten, sowohl aus finanzieller Sicht, als auch unter dem weitaus wichtigeren Aspekt des ökologischen und nachhaltigen Umgangs mit den natürlichen Ressourcen ist dies ein nicht zu vertretender Zustand.

Auf Grundlage dieser Ausgangssituation wird versucht, durch eine genaue Analyse der traditionellen Architekturelemente der trockenheißen Klimazone, das vorhandene Wissen und die angewandten Techniken zu verstehen und auf moderne Baustoffe und Gestaltprinzipien zu übertragen. Ziel soll es sein, Möglichkeiten und Lösungsvorschläge aufzuzeigen, wie man durch nachhaltige Planung mit möglichst geringen, technischen Mitteln ein angenehmes Raumklima schaffen kann.

Als Planungshilfe wird eine Klimaklassifikation für das Bauwesen entwickelt, die mit einfachen Mitteln genaue planungsrelevante Aussagen über das Potential natürlicher Klimatisierungsmaßnahmen ermöglicht. Somit können in der ersten Planungsphase klimagerechte Gebäudekonzepte besser in den Entwurfsprozess integriert werden.


 

 

 

 

     
climabuilding © 2008│Privacy policyImpressum